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25.10.21 | Kultur Achtung Redaktionen: Freigabe ab Montag, 25.10.2021, 15:30 Uhr

Richtfest der Windmühle im LWL-Freilichtmuseum Hagen


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Hagen (lwl). Die Translozierung, also die Umsetzung der Windmühle im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), geht weiter. Die Mühle nimmt an ihrem neuen Standort im oberen Museumsbereich allmählich ihre endgültige Form an. Das hat das LWL-Freilichtmuseum mit einem kleinen "Richtfest" gefeiert.

Die Galerie-Holländer Windmühle stand bis zum Frühjahr 2021 nicht innerhalb des LWL-Freilichtmuseums, sondern auf einem Hügel vor dem Museumseingang. Ihr neuer Platz ist jetzt im oberen Bereich des Freilichtmuseums, an einem spektakulären, aussichtsreichen Platz. Oder in der Mühlensprache: Sie wird künftig deutlich "mehr Wind machen."

In der Nähe vom Haus Letmathe, dem ehemaligen Restaurant, wird sie von einem niederländischen Mühlenbaubetrieb restauriert wiederaufgebaut. Während der Museumssaison war es eine Attraktion für die Besucher:innnen, die Baufortschritte des seltenen Mühlenaufbaus zu beobachten. Zum Saisonbeginn 2022 werden sich dann die Flügel der ca. 25 Meter hohen Mühle wieder über dem Museum drehen.

Am Rumpf der Windmühle, dem Achtkant, werden in den nächsten Wochen ca. 20.000 Eichenschindeln verbaut. Insgesamt sieben der acht großen Achtkanteckstützen haben die Mühlenexperten durch einen partiellen Holzaustausch instandgesetzt.

Hintergrund
Für ein technikhistorisches Museum wie das LWL-Freilichtmuseum Hagen hat eine Windmühle noch größere Bedeutung als für andere Freilichtmuseen. Sie ist ein Beleg für vorindustrielle, ingenieurwissenschaftliche Technik und ein wichtiges Beispiel für regenerative Energien in der Technik-Geschichte. Die Windmühle steht als einziges Exponat des Freilichtmuseums für diese historisch wichtige Form der vorindustriellen Energiegewinnung durch Windkraft. Sie ergänzt die anderen im LWL-Freilichtmuseum Hagen präsentierten Energiequellen wie Wasser- und Dampfkraft.

Geschichte der Windmühle
Ursprüngliche Herkunft + Baujahr:
Minden-Lübbecke, ca. 1850
Erster Aufbau im Freilichtmuseum: 1965
Translozierung 2021: Abbau im Frühjahr, Restaurierung in den Niederlanden, Wiederaufbau im Sommer 2021 am neuen Standort, Richtfest im Oktober, Fertigstellung und Inneneinrichtung zum Saisonstart 2022.

Die Windmühle ist von einem wenig beachteten Platz (siehe Kreis oben) an einen spektakulären Ort in den oberen Bereich des LWL-Freilichtmuseums (siehe roten Pfeil) umgezogen.<br>Foto: LWL

Die Windmühle ist von einem wenig beachteten Platz (siehe Kreis oben) an einen spektakulären Ort in den oberen Bereich des LWL-Freilichtmuseums (siehe roten Pfeil) umgezogen.
Foto: LWL

Die eingerüstete Windmühle am neuen Standort oben im LWL-Freilichtmuseum Hagen.<br>Foto: LWL

Die eingerüstete Windmühle am neuen Standort oben im LWL-Freilichtmuseum Hagen.
Foto: LWL

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Freilichtmuseum Hagen

Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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