16.09.21 | Kultur Rundgang auf dem Jüdischen Friedhof in Warburg
Denkmalpflege-Fachleute des LWL erläutern aktuelle Restaurierung
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lädt zu einer Führung auf dem Jüdischen Friedhof in Warburg ein.
Foto: LWL/Brockmann-Peschel
Die LWL-Denkmalpfleger:innen erläutern zusammen mit weiteren Partner:innen die wechselvolle Geschichte und Bedeutung des Friedhofs sowie die Ziele und Maßnahmen zu seiner denkmalgerechten Erhaltung. An ausgewählten Grabsteinen zeigt ein Restaurator die konkreten Restaurierungsschritte.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 24. September unter http://www.lwl.org/dlbw/service/veranstaltungen/einblick-juedischer-friedhof-warburg oder telefonisch unter 2051 591 4020.
Hintergrund
Der jüdische Friedhof in Warburg wurde um 1820 südwestlich des Sacktors außerhalb der Stadtmauer am Burggraben angelegt. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden die meisten Grabsteine umgestürzt und viele dabei sehr stark beschädigt. Aus zerstörten Grabsteinen entstand im September 1945 ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer. Der jüdische Friedhof mit seinen knapp 300 Steinen gehört zu den bedeutenden Anlagen ihrer Art in Westfalen. Trotz der Verwüstungen besonders aus der Pogromnacht am 9. November 1938 haben sich viele historischer Grabmale erhalten, die eine nachhaltige Erinnerung an die jahrhundertelange Geschichte jüdischer Familien in Warburg bieten.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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