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27.08.21 | Kultur Online-Sonderveranstaltung im LWL-Archäologiemuseum

Im Zoom der Archäologie: "Jüdisches Leben in Westfalen"

Die Mikwe von 1796 in der jüdischen Schule neben der Synagoge Petershagen.<br>Foto: Wolfgang Battermann, Petershagen

Die Mikwe von 1796 in der jüdischen Schule neben der Synagoge Petershagen.
Foto: Wolfgang Battermann, Petershagen
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Herne (lwl). Am Sonntag (5.9.) entführt das LWL-Museum für Archäologie in einer einstündigen Online-Führung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur in NRW in die Welt "Jüdischen Lebens in Westfalen". Der Online-Rundgang via Zoom findet im Wechselspiel zwischen dem Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und dem Kooperationspartner Synagogenkomplex Petershagen statt. Die Teilnehmenden tauchen buchstäblich ab und erleben, welch Geschichte im Boden verborgen liegt. Um Anmeldung wird gebeten, die Teilnahme ist kostenlos.

Spuren jüdischen Lebens in der Archäologie Westfalens
In Westfalen lässt sich jüdisches Leben seit dem Hochmittelalter nachweisen, archäologische Befunde sind jedoch Mangelware. Der Großteil der alltäglichen Gebrauchsgegenstände verschiedener Bevölkerungsgruppen unterschied sich kaum voneinander. Deshalb ist eine eindeutige Zuordnung ausgegrabener Quellen zu jüdischen Haushalten in der Regel schwierig. Im Idealfall lassen sich schriftliche und archäologische Quellen einer Zeit miteinander verbinden, wodurch es gelingen kann, archäologische Zeugnisse jüdischen Haushalten oder gar Familien zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es aber auch archäologische Quellen, die sich eindeutiger mit jüdischer Kultur in Verbindung bringen lassen. Dies sind vor allem Ausdrücke religiöser Identität, allen voran besondere Einrichtungen jüdischer Gemeinden, wie zum Beispiel Synagogen. Übrigens: Vor Ort in Petershagen finden am 5. September anlässlich des Europäischen Tags Jüdischer Kultur spannende Führungen und Vorträge statt. Die LWL-Archäologie für Westfalen hat vor Ort eine kleine Ausstellung zum Thema vorbereitet.

An neun westfälischen Stätten konnten bislang Überreste jüdischer Einrichtungen untersucht werden. Dazu gehört der Synagogenkomplex in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke).
In Petershagen hat 1680 eine Stubensynagoge bestanden. Während des 19. Jahrhunderts bekam die bisher von einem Fachwerkbau beherbergte Synagoge einen Neubau, dieser wurde 1846 eingeweiht. Von ihm zeugen heute noch ein Fundament des Thora-Schreines und der Bima (Platz in der Synagoge, von wo Tora verlesen wird). Neben baugeschichtlichen und archäologischen Details erfahren Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren Wissenswertes über jüdische Kultur in Westfalen, damals wie heute.

Veranstaltungen in Herne
Ab sofort finden zudem wieder regelmäßig Veranstaltungen, Führungen und Vorträge für die ganze Familie statt, vor Ort im LWL-Museum in Herne und auch digital. Das Grabungscamp hat wieder geöffnet, Vorträge des Fördervereins informieren über die aktuelle Forschung zu den Themen der Herner Dauer- und Sonderausstellung. Besucher:innen dürfen sich freuen auf ein umfassendes Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Stonehenge - Von Menschen und Landschaften". Zu sehen ist die Schau mit der weltweit ersten 1:1-Rekonstruktion des inneren Rings des berühmten Steinkreises ab dem 23. September.

Den aktuellen Veranstaltungskalender des LWL-Archäologiemuseums finden Sie weiter unten in der Pressemitteilung als pdf-Datei.

Infos zur Veranstaltung "Im Zoom der Archäologie: Jüdisches Leben in Westfalen":
Für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren
Termin: 5. September, 14 Uhr
Dauer: 1 Stunde, via Zoom
Anmeldung telefonisch unter 02323 94628-20, oder per E-Mail unter lwl-archaeologiemuseum@lwl.org
Die Teilnahme ist kostenlos.

Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie umgehend einen Link, der Sie am Veranstaltungstag ca. fünf Minuten vor Beginn direkt auf die Veranstaltungsseite führt.

Zur Synagoge Petershagen: http://www.synagoge-petershagen.de

Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de und http://www.stonehenge-ausstellung.lwl.org


Achtung Redaktionen:

Zur Ihrer Information haben wir Ihnen den Veranstaltungskalender des LWL-Archäologiemuseums (s. Online-Version dieser Pressemitteilung - über den Link oberhalb dieser Mail erreichbar) angehängt.

Haben Sie Probleme das PDF-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org presse@lwl.org> an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Das Innere der Synagoge Petershagen mit Blick auf die Thorawand.<br>Foto: NRW-Stiftung/Ziese

Das Innere der Synagoge Petershagen mit Blick auf die Thorawand.
Foto: NRW-Stiftung/Ziese

Synagoge Petershagen (1845/46) mit Südfassade und Ostgiebel. Die jüdische Schule (1796) schließt sich links an.<br>Foto: NRW-Stiftung/Ziese

Synagoge Petershagen (1845/46) mit Südfassade und Ostgiebel. Die jüdische Schule (1796) schließt sich links an.
Foto: NRW-Stiftung/Ziese

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504

presse@lwl.org

LWL-Museum für Archäologie und Kultur Herne

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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