17.08.21 | Kultur Das große Leuchten - Insektennacht mit öffentlicher Leuchtaktion
Veranstaltung des LWL-Museums für Naturkunde und der NABU-Naturschutzstation Münsterland
Bei der Insektennacht der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. und des LWL-Museums für Naturkunde können die Nachtaktiven Insekten beobachtet werden.
Foto: LWL/Steinweg
Wie Menschen suchen sich auch Insekten bei Regenwetter meist einen trockenen Unterschlupf. Daher weist das Museum darauf hin, dass die Insektennacht nur bei gutem Wetter stattfinden wird. Eine Anmeldung zur Insektennacht ist bis zum 25. August möglich. Der Eintritt ist frei.
Los geht die Insektennacht bei gutem Wetter mit einer Einführung um 21 Uhr am Treffpunkt. (Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490, 48165 Münster). Anschließend werden die Teilnehmer:innen zu den Leuchtstationen geführt, die in der Dunkelheit die Nachtfalter, Käfer und anderen Insekten anlocken sollen. An den Stationen beantworten Expert:innen der NABU-Naturschutzstation und des LWL-Museums für Naturkunde Fragen.
Jeder hat schon mal beobachtet, wie die Motten vom Licht angezogen werden. Viele Nachtfalter finden nächtliche Lichtquellen spannend und fliegen darauf zu. Dieses Verhalten machen sich Boczki und seine Kolleg:innen mit Lichtfallen zu nutze. Sie setzen eine helle Lichtquelle ein, etwa eine Leuchtstoffröhre, mit einem hohen Anteil an blauem und UV-Licht. Diese Lichtquelle wird dann entweder auf eine ausgebreitete weiße Unterlage gestellt oder in einen Mückenschutz gehängt und lockt so die Insekten an. Damit möglichst viele an der Beobachtung teilnehmen können, wird es an dem Abend mehrere Leuchtstationen geben.
Das LWL-Museum hat derzeit mehrere Aktionen über die Beobachtungsplattform Observation.org im Internet. Die Aktionen sollen Interessierte animieren, gemeinsam und mit Spaß Daten für Forschung und Naturschutz zu sammeln. So ist neben dem Bioblitz "Münster gegen Salzburg" auch noch der Wettkampf zur Arten-Olympiade in der App "ObsIdentify" aktiv. Interessierte haben beim Nachtleuchten also die Möglichkeit, gezielt ihre Ergebnisse zu verbessern und noch mehr Tierarten bei beiden Wettbewerben zu melden. Es wurden übrigens schon Tausende Beobachtungen gemeldet.
Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung. Zudem wird das Tragen einer medizinischen Maske während der Beobachtung direkt an den Leuchtstationen empfohlen. Die Teilnehmenden sind aufgefordert eventuell Gummistiefel, zumindest aber festes Schuhwerk und lange Kleidung (Zeckenschutz) anzuziehen. Eine Lupe oder ein Lupenglas und eine Taschenlampe können die Teilnehmer:innen mitbringen, ebenso wie Getränke und Snacks.
Anmeldung
Eine Anmeldung ist bis zum 25. August über das Servicebüro des LWL-Museums für Naturkunde möglich unter Angabe von Namen und Kontaktdaten zur Sicherstellung der Corona-bedingten einfachen Rückverfolgbarkeit. Telefon: 0251 591-6050 (Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr, Mo-Do 14-15.30 Uhr) oder per Mail: servicebuero.naturkundemuseum@lwl.org.
Anfahrt mit dem PKW
A1 von Norden kommend: Ausfahrt Münster-Hiltrup, ab Hiltrup B54 Richtung Süden.
A1 von Süden kommend: Ausfahrt Ascheberg, dann die B58 und B54 Richtung Norden.
Anfahrt mit dem Fahrrad
Von Münsters Zentrum an der Hammer Straße (10 km) oder am Kanal entlang (12 km).
Vom Bahnhof Münster-Hiltrup 3,5 km am Kanal entlang, von Amelsbüren vorbei an Keßlerâ¿¿s Landhaus, von Albersloh und Rinkerode durch die Hohe Ward.
Das Leuchten lockt Insekten an. Das ist für die Teilnehmenden die Gelegenheit im Rahmen der Bioblitz-Aktionen für das Naturbeobachtungsportal Observation.org weitere Fotobelege zu sammeln.
Foto: LWL/Steinweg
Die Nachtfalter, Brauner Bär (Arctia caja) und Blausieb (Zeuzera pyrina), sind eventuell beim Nachtleuchten zu finden. Der Braune Bär ist der Schmetterling des Jahres 2021. Beide kommen in ganz Europa vor und fliegen gerne zum Licht.
Foto: Robert Boczki
Der Ockergelbe Blattspinner (Camptogramma bilineata) ist ein Schmetterling der zur Familie der Spanner gehört. Seine gelblichen bis ockerbraunen Flügel waren namensgebend. Er fliegt am Tag, aber auch in der Dämmerung und der Nacht.
Foto: Jan Ole Kriegs
Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) gehört zur Familie der Schwärmer. Der prächtige Nachtfalter ist nur selten anzutreffen und wäre bei der Nachtleuchten-Aktion ein echtes Highlight.
Foto: Robert Boczki
Gut erkennbar ist auch in der Nacht der Falter mit dem Namen Rotes Ordensband (Catocala nupta). Er gehört zur Familie der Eulenfalter. Getarnt durch seine grau-braunen Vorderflügel ist er auf einer Baumrinde sitzend kaum erkennbar. Doch droht Gefahr, so zeigt er seinen Angreifern seine roten-schwarzen Hinterflügel.
Foto: Jan Ole Kriegs
Der Insektenkenner Robert Boczki bietet allen Interessierten, zusammen mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland und dem LWL-Museum für Naturkunde, das Nachtleuchten bei Haus Heidhorn an.
Foto: Robert Boczki
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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