10.08.21 | Psychiatrie "Bee Wert(h)voll"-Honig made im LWL-Wohnhaus im Werth
Bewohnerinnen und Bewohner halten eigenen Bienenstock
Benjamin Bloch und Einrichtungsleiterin Kristina Wolff sind begeistert von den fleißigen Bienen.
Foto: LWL
Im Juni haben der Altenpfleger und sein sechsköpfiges Team aus Klient:innen der hauseigenen Tagesförderstätte mit der Arbeit an einem Bienenstock begonnen, der im Garten des LWL-Wohnhauses steht. Seitdem werden die Zargen, die Rahmen, regelmäßig herausgenommen und zum Beispiel kontrolliert, ob die Königin noch da ist und sich erster Honig angesammelt hat. Ein Dorstener Imker steht ihnen beratend zur Seite.
"Unser Standort direkt am Bürgerpark mit seinen vielen Blumen ist perfekt" freut sich Bloch über die große Menge an Honig, die sich jetzt schon angesammelt hat. Eine weitere Blumenwiese hat das Team ganz in der Nähe des Stocks angepflanzt. So sollen noch mehr Bienen angelockt werden.
Es ist nicht nur der Erfolg am Bienenstock über den Bloch sich freut: "Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement unsere Bewohner und Bewohnerinnen hier mithelfen. Egal ob es um die Kontrolle der Zargen, um kleine Ausbesserungsarbeiten oder um die Hilfe beim Schleudern geht, das Team ist zuverlässig bei der Sache. Das ist für mich nicht selbstverständlich, gerade vor dem Hintergrund der Erkrankung der Teammitglieder." Sie hätten als Folge einer Suchterkrankung häufig körperliche und seelische Beeinträchtigungen. "Wenn beim Schleudern alles klappt, gibt es auf dem Dorstener Lichterfest den ersten Honig 'Bee Wert(h)voll' made im LWL-Wohnhaus im Werth."
Hintergrund
Im Wohnhaus im Werth des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erhalten Menschen, die als Folge einer Suchterkrankung körperliche oder seelische Beeinträchtigungen haben, Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben.
Dabei bietet das multiprofessionelle Team den Bewohner:innen die Möglichkeit einer tagesstrukturierten Beschäftigung mit dem Ziel, später in ein geschütztes Arbeitsverhältnis zu wechseln. Die Wohnsituation gliedert sich von einem Zimmer in einer Wohngruppe bis hin zu einem eigenen Appartement als Zwischenstation zu einer eigenen Wohnung mit ambulanter Betreuung. Das LWL-Wohnhaus im Werth gehört zum LWL-Wohnverbund in Marl-Sinsen.
Im Bienenstock herrscht reges Treiben.
Foto: LWL
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Kerstin Seifert, LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik -, Telefon: 02365 802-2126
LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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