03.08.21 | Kultur "Steampunk Jubilee Market" im Schiffshebewerk Henrichenburg
Besucherpaar beim Steampunk-Festival am Schiffshebewerk im Jahr 2019.
Foto: LWL / Appel-hans
Für beide Tage können noch Online-Tickets für jeweils zwei Zeitfenster gebucht werden unter: https://shop.ticketpay.de/organizer/YRE4A4P7. Preise: Erwachsene 6 Euro, "Gewandete" 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei (Buchung eines kostenfreien Tickets notwendig).
Das Programm
Auf dem gesamten Museumsgelände werden am Wochenende außergewöhnlich "gewandete" Persönlichkeiten zu finden sein, dazu gibt es verschiedene Steampunk-Walking-Acts. Mit dabei sind unter anderem Mike Lohmann als "Steam Vader" sowie der Erfinder und Musiker "GöG" aus Reutlingen mit seiner Musikmaschine "Blackhole". Für musikalische Einlagen sorgen außerdem die Band "Dragol", Straßenmusikant "Monsieur Flo" und die Drehorgelspieler "Lesebär und die rote Jule". Zu sehen sind außerdem Dampfmaschinen und außergewöhnliche Fahrzeuge wie das Gefährt "Motilus" aus Leipzig.
Auf dem historischen Museumsschiff "Cerberus" können sich Besucher:innen in passendem Outfit von professionellen Szenefotografen ablichten lassen. Auch das "Amt für Ätherangelegenheiten" errichtet an diesem Wochenende wieder eine Außenstelle in Waltrop. Die Beamten dieser Szene-Organisation kontrollieren die bei Steampunks beliebten Zeitreisepässe. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt mit Speisen und Getränken.
Hintergrund Steampunk
Steampunk gibt es seit den 1980er Jahren. Die Bewegung ist von Science-Fiction Autoren wie H. G. Wells und Jules Verne inspiriert und zeigt mithilfe von meist selbstgefertigten Kleidern, Accessoires und Geräten, wie sich die Menschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zukunft, also die Gegenwart, vorgestellt haben könnten. Allein in Europa gibt es einige tausend aktive Steampunks, die sich regelmäßig auf Festivals treffen und miteinander austauschen.
Das Schiffshebewerk Henrichenburg
Bei seiner Eröffnung 1899 galt das Schiffshebewerk Henrichenburg als technisches Wunder. Schiffe mit bis zu 750 Tonnen Ladefähigkeiten konnten wie in einem riesigen Fahrstuhl 14 Meter hoch- und runtergefahren werden. Das war nötig, um Kohlen über den Dortmund-Ems nach Emden oder Erz nach Dortmund zu fahren. Es war das erste Mehrschwimmer-Hebewerk der Welt und stellte mit seiner Leistungsfähigkeit alle anderen Hebewerke in den Schatten. Bis 1962 wurden hier täglich Schiffe gehoben.
Die Musikmaschine Blackhole.
Foto: LWL / Appelhans
Das Gefährt "Motilus" mit seiner Besatzung.
Foto: LWL / Appelhans
Mit viel Liebe zum Detail fertigen Steampunker ihre Outfits an.
Foto: LWL /Appelhans
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Arnulf Siebeneicker, Telefon: 02363 9707-0, schiffshebewerk@lwl.org.
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung