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26.07.21 | Soziales "Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben unterschätzt"

Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung leicht gestiegen

<b>Das Foto ist vor der Zeit von Corona entstanden.</b>Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Juni leicht gestiegen.  - Das LWL-Inklusionsamt Arbeit unterstützt private und öffentliche Arbeitgeber, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.<br>Foto: Birgoleit

Das Foto ist vor der Zeit von Corona entstanden.Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Juni leicht gestiegen. - Das LWL-Inklusionsamt Arbeit unterstützt private und öffentliche Arbeitgeber, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.
Foto: Birgoleit
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Westfalen (lwl). Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Juni leicht gestiegen. Sie betrug 24.589 Menschen mit Behinderung (davon 14.771 Männer und 9.818 Frauen), teilt der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) mit. Im Vergleich zum Mai ist die Zahl um 100 Personen gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um 282 Personen gesunken. Gegenüber Juni 2019, also vor Corona, sind die Zahlen aber immer noch um 2.392 Personen höher.

"Das ist eine gute und eine schlechte Nachricht und vor allem ein Auftrag an den LWL", sagt sein Sozialdezernent Matthias Münning. Er sei nach wie vor davon überzeugt, dass die Leistungsfähigkeit vieler Menschen mit Schwerbehinderung unterschätzt werde. Noch immer sei es so, dass man Menschen auf ihre Behinderung reduziere. Begeisterungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Menschen mit Schwerbehinderung seien aber oft höher als bei anderen Menschen, ist Münning überzeugt.

Hintergrund
Der LWL verfügt über ein weit verzweigtes Netz von Diensten, um Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung bei der Aufnahme von Arbeit zu unterstützen. Dieses Netz können Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen unkompliziert in Anspruch nehmen.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit bietet vom Kündigungsschutz, über begleitende Hilfen am Arbeitsplatz, Unterstützung durch Integrationsfachdienste und weitere Fachdienste oder der Förderung von Inklusionsbetrieben auch Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und Beschäftigungsmöglichkeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen an. Im Bereich des Kündigungsschutzes und der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben findet eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf statt.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit umfasst die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts und die Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der sogenannten Eingliederungshilfe. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Hierfür steht dem LWL-Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

47 örtliche Fachstellen "Behinderte Menschen im Beruf" sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und erbringen Beratung und Unterstützung in den Bereichen Besonderer Kündigungsschutz und Begleitende Hilfen im Arbeitsleben.


Achtung Redaktionen:
In dieser Pressemitteilung finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von Mai 2021 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.

Haben Sie Probleme das PDF-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Inklusionsamt Arbeit

Von-Vincke-Str. 23-25 48143 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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