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18.06.21 | Jugend und Schule LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm erweitert sein Profil in Richtung Inklusion

Erste Zertifikatsübergabe für 16 Teilhabebegleitungen

Marion Bertz (l.) Koordinatorin des ausbildungsbegleitenden Angebotes hat den ersten Absolventen die Zertifikate "Teilhabebegleitung" überreicht.<br>Foto: LWL

Marion Bertz (l.) Koordinatorin des ausbildungsbegleitenden Angebotes hat den ersten Absolventen die Zertifikate "Teilhabebegleitung" überreicht.
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Hamm (lwl). Erstmals erhielten am Donnerstag (17.6.) 16 Studierende am Berufskolleg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Hamm zusätzlich zu ihrer staatlichen Anerkennung als Heilerziehungspfleger:in auch das Zertifikat "Teilhabebegleitung". "Mit dieser Qualifikation haben die Studierenden wichtige Kompetenzen für die Beratung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung erworben", sagte LWL-Jugend- und Schuldezernentin Birgit Westers.

Mit dem Bundesteilhabegesetz soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung im Sinne von mehr Teilhabe und Selbstbestimmung verbessert werden. Das Gesetz bringt auch Veränderungen im Berufsfeld der Heilerziehungspflege mit sich. Waren Heilerziehungspfleger:innen bislang in der pädagogischen, lebenspraktischen und pflegerischen Unterstützung und Begleitung in den Einrichtungen der Behindertenhilfe tätig, werden sie zukünftig verstärkt auch Aufgaben im Bereich der Begleitung und Beratung wahrnehmen.

"Ich freue mich, dass das LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm die neuen Herausforderungen frühzeitig aufgegriffen und in die Ausbildung und Qualifizierung der Fachkräfte integriert hat. Die gute Qualifizierung der Fachkräfte ist eine wichtige Voraussetzung für die bestmögliche Unterstützung und Beratung der Menschen mit Behinderung. Das LWL Berufskolleg nimmt hier eine Vorreiterrolle ein", so Westers weiter.

"Es freut mich sehr, dass unser ausbildungsbegleitendes Angebot bereits im ersten Jahr von zwei Drittel der Studierenden angenommen wurde und wir damit einen Beitrag zur Personalentwicklung in der Behindertenhilfe leisten können. Ab dem kommenden Schuljahr werden bei uns auch angehende Heilpädagoginnen und -pädagogen die Möglichkeit haben, sich in einem Zertifikatskurs Teilhabeberatung fortzubilden", so Dr. Bärbel Walter, Leiterin des LWL Berufskollegs - Fachschulen Hamm.

Für die Zertifikatslehrgänge hat das LWL Berufskolleg zusätzliche Unterrichtsinhalte in die Ausbildungen integriert, die den neuen Anforderungen Rechnung tragen. Die Studierenden erlernen neue rechtliche Grundlagen und erweitern ihre Kompetenzen in der Planung und Koordination von Hilfen. In praxisorientierten Übungen vertiefen sie diese Inhalte.

Die ersten Zertifikate haben unter anderem folgende Studierende erhalten: Laura Bolte (Soest), Jörg Dammmann (Münster), Kai Dunkelmann (Münster), Frank Fritsching (Münster), Sarah Heilbrunner (Holzwickede/Kreis Unna), Lucas Ludolphs (Dortmund), Annalena Michalski (Hamm), Katharina Ramspoth (Hamm), Andreas Schiller (Münster), Maike Schmidt (Werne/Kreis Unna), Kai Sührer (Lippstadt/Kreis Soest), Kyra Trendelbernd (Unna) und Ulrich Wulff-Rekowski (Bönen/Kreis Unna).

Hintergrund
Am LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm werden Mitarbeiterende für das Berufsfeld der sozialen Arbeit aus-, fort- und weitergebildet. In den Fachschulen für Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege, Heilpädagogik und Motopädie können sie staatlich anerkannte Berufsabschlüsse erwerben. Die Aufbaubildungsgänge Offene Ganztagsschule und Fachkraft für inklusive Bildung und Erziehung schließen mit einem Zertifikat ab.

Ein hoher E-Learning-Anteil flexibilisiert den Lernprozess und erleichtert die Kombination von Ausbildung, beruflicher Praxis und privater Situation. Die Bildungsstätte ist überregional ausgerichtet und verfügt über eigene Übernachtungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen im Internet unter: http://www.lwl-berufskolleg.de.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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