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17.06.21 | Psychiatrie Glücksspielen um jeden Preis? - Im Gespräch mit Experten den Ausstieg finden

LWL-Universitätsklinikum Bochum lädt am 24. Juni zum Online-Infotreffen ein

Dae-In Chang, Oberarzt des Behandlungsschwerpunkts Sucht und Leiter der Spezialsprechstunde Glücksspielsucht.<br>Foto: privat

Dae-In Chang, Oberarzt des Behandlungsschwerpunkts Sucht und Leiter der Spezialsprechstunde Glücksspielsucht.
Foto: privat
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Bochum (lwl). Glücksspielautomaten, Wettbüros oder Spielcasinos - auf der Suche nach dem schnellen Kick erliegen viele Menschen der Versuchung. Gelegentlich sicherlich kein Problem. Doch regelmäßig, unter einem starken inneren Druck und alternativlos kann aus dem harmlosen Spielen eine Glücksspielsucht entstehen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum möchte in einer Online-Informationsveranstaltung aufklären und ihr Therapieangebot vorstellen: am Donnerstag (24.6.) ab 16 Uhr mit Prof. Dr. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums, und Dae-In Chang, Oberarzt des Behandlungsschwerpunkts Sucht und Leiter der Spezialsprechstunde Glücksspielsucht.

Gemäß aktueller Zahlen aus der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen nahezu 230.000 Menschen bundesweit ein problematisches Spielverhalten, und rund 200.000 Personen können als pathologische Spielerinnen bzw. Spieler bezeichnet werden. Die Folgen einer Glücksspielsucht können schwerwiegend sein. "Ob Finanzen, Arbeitsplatz, Partnerschaft, Familien- oder Freundeskreis - die Betroffenen setzen ihre Existenz aufs Spiel", so Dae-In Chang. "Dies kann schlimmstenfalls so weit gehen, dass sie den Lebenssinn verlieren, weil sie keinen Ausweg mehr sehen." Im Rahmen seiner Sprechstunde bietet er mit seinem Team Diagnostik und Beratung sowie verschiedene Therapiemöglichkeiten an.

"Wegen der Pandemie waren die Spielhallen lange geschlossen. Doch nun öffnen sie wieder, und die ersten Anfragen von Betroffenen oder Angehörigen gehen ein", stellt der Oberarzt fest. "Mit unserem Online-Infotreffen möchten wir trotz coronabedingter Einschränkungen die Betroffenen erreichen und ihnen Mut machen, einen Weg aus ihrer Sucht zu finden. Wir werden alle Fragen beantworten."

Interessierte können sich per E-Mail: forschungundlehre@lwl.org mit dem Betreff "Info-Nachmittag Glücksspielsucht" anmelden. Mit der Bestätigung erhalten die Teilnehmenden dann einen Teilnahmelink.

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 0151 40635802, rosa.sommer@lwl.org

presse@lwl.org

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