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11.05.21 | Psychiatrie "Guter Grund für Anerkennung an jedem Tag"

Zum Internationalen Tag der Pflege - Fotoaktion im LWL-Klinikum Gütersloh

Prof. Dr. Michael Löhr, Pflegedirektor des LWL-Klinikums Gütersloh: "Ich wünsche mir für die Zukunft der Pflege das Selbstvertrauen und die Möglichkeit für die eigenen Berufsbelange einzustehen und diese zu verantworten."<br>Foto: LWL/Sallermann

Prof. Dr. Michael Löhr, Pflegedirektor des LWL-Klinikums Gütersloh: "Ich wünsche mir für die Zukunft der Pflege das Selbstvertrauen und die Möglichkeit für die eigenen Berufsbelange einzustehen und diese zu verantworten."
Foto: LWL/Sallermann
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Gütersloh (lwl). Am 12. Mai ist der Geburtstag einer Pionierin der Pflege: Die Britin Florence Nightingale (1820-1910) reformierte das Berufsfeld der Krankenpflege und hatte großen Einfluss auf die Gesundheitsfürsorge und die Versorgung kranker Menschen. Erst mit Nightingale wurde die Krankenpflege in den Stand eines Berufs gehoben.
Auch in diesem Jahr wird ihre Arbeit weltweit mit dem Internationalen Tag der Pflege an ihrem Geburtstag gewürdigt. Mit einer Foto-Aktion zum Tag der Pflege möchte das Klinikum Gütersloh des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Aufmerksamkeit auf die Arbeit aller Pflegenden lenken. Fotos von Pflegemitarbeitenden des Klinikums und deren Zitate zum Tag der Pflege zeigen durchweg große Zuversicht in die Zukunft ihres Berufes.

"In der stationären Versorgung sind Pflegefachpersonen durch ihre Kompetenz und Präsenz die tragende Säule im multiprofessionellen Behandlungsteam. Dies ist ein guter Grund, diese Arbeit an jedem Tag und in jeder Beziehung anzuerkennen", sagt LWL-Direktor Matthias Löb. In den Kliniken und Gesundheitseinrichtungen des LWL arbeiten westfalenweit 6.835 Pflegekräfte.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die professionelle Pflege zu einem modernen Beruf entwickelt. Das zeigt sich auch in der über 100jährigen Geschichte des LWL-Klinikums Gütersloh: Während im Jahr 1930 noch 1.000 Patient:innen von knapp 140 Pflegekräften im LWL-Klinikum Gütersloh versorgt wurden, stehen heute 340 Pflegefachpersonen für 400 Patient:innen pflegerisch, therapeutisch und unterstützend zur Verfügung.

"Die Entwicklung des Berufs zeigt, dass die Pflegefachpersonen mehr Wissen und Handlungsweisen in ihrem Berufsfeld haben und mehr therapeutische und medizinische Aufgaben übernehmen wollen und können, um einen entscheidenden Anteil an der Qualität der Patient:innenversorgung zu nehmen", sagt Prof. Dr. Michael Löhr, Pflegedirektor des LWL-Klinikums Gütersloh.

Pflegefachpersonen begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die je nach Erkrankung von Unsicherheit und Ängsten geprägt sein können. Sie fungieren als Patient:innenfürsprecher und auch als Übersetzer:in zwischen Patient:innen und weiteren Expert:innen im Gesundheitswesen, so Löhr. Hilfe, Unterstützung und Anleitung seien nur ein Teil des Angebots. Wissen und Zuwendung zu vereinbaren, um die bestmögliche Versorgung zu erreichen, seien ebenso charakteristisch für die Pflege wie die enge Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen in der Klinik. Diese Vielfältigkeit mache den Pflegeberuf auch heute noch zu einem sehr besonderen Beruf.

Die Pflege ist noch immer Frauendomäne: Beim LWL sind rund 80 Prozent der Beschäftigten in der Krankenpflege Frauen. Das zeigt sich auch im LWL-Klinikum Gütersloh: 77 Prozent der Mit-arbeitenden sind Frauen. Das LWL-Klinikum bietet heute 100 jungen Menschen die Möglichkeit einer hochwertigen Ausbildung im Arbeitsbereich der professionellen Pflege.

Im vergangenen Jahr wurde mit einer professionalisierten Praxisanleitung in Gütersloh ein Modell geschaffen, das junge Menschen intensiv begleitet. In weiteren Entwicklungsschritten widmet sich das LWL-Klinikum Gütersloh auch dem Thema, Karrieremodelle in der Pflege zu schaffen. Damit sollen gut ausgebildete und studierte Pflegeexpert:innen in die Patienten:innenversorgung integriert sowie Arbeitsplätze mit entsprechender Anerkennung, Wertschätzung und Honorierung in der Pflege angeboten werden können. "Im LWL-Klinikum Gütersloh erleben wir gerade im Bereich der Pflege neue Ansätze, die direkte Auswirkungen in der Patienten:innenversorgung haben. Die Nutzerorientierung ist dafür unser Gradmesser", sagt der Pflegedirektor des LWL-Klinikums Gütersloh.

Besonders das zurückliegende Coronajahr habe gezeigt, wie wichtig gute Versorgung und wie wichtig medizinische Fachkräfte seien, so Löhr. Pflegefachpersonen hätten eine enorme Leistung unter enormen Druck vollbracht und damit müsse auch eine entsprechende Anerkennung einhergehen.

Prof. Dr. Michael Schulz, Stabsgruppe für Klinikentwicklung und Forschung am LWL-Klinikum Gütersloh: "Ich wünsche mir für die Zukunft der psychiatrischen Pflege, dass sie sich als Kunst versteht und im selben Zuge unermüdlich nach wissenschaftlichem Begründungen für ihr Handeln sucht."<br>Foto: LWL/Sallermann

Prof. Dr. Michael Schulz, Stabsgruppe für Klinikentwicklung und Forschung am LWL-Klinikum Gütersloh: "Ich wünsche mir für die Zukunft der psychiatrischen Pflege, dass sie sich als Kunst versteht und im selben Zuge unermüdlich nach wissenschaftlichem Begründungen für ihr Handeln sucht."
Foto: LWL/Sallermann

Team der Station S1 im LWL-Klinikum Gütersloh: "Pflege in der Psychiatrie bedeutet für uns Arbeit mit Kopf, Herz und Hand."<br>Bild: LWL/Sallermann

Team der Station S1 im LWL-Klinikum Gütersloh: "Pflege in der Psychiatrie bedeutet für uns Arbeit mit Kopf, Herz und Hand."
Bild: LWL/Sallermann

Team Praxisanleiter:innen im LWL-Klinikum Gütersloh: "Das Arbeiten in der Pflege im LWL-Klinikum Gütersloh ist zukunftsorientiert, weil wir unsere Vorstellungen von guter Ausbildung verwirklichen dürfen."<br>Foto: LWL/Sallermann

Team Praxisanleiter:innen im LWL-Klinikum Gütersloh: "Das Arbeiten in der Pflege im LWL-Klinikum Gütersloh ist zukunftsorientiert, weil wir unsere Vorstellungen von guter Ausbildung verwirklichen dürfen."
Foto: LWL/Sallermann

Pressekontakt

Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Kerstin Webel, LWL-Klinik Gütersloh, Telefon 05241 502-2536, kerstin.webel@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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