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04.05.21 | Kultur Grundsteinlegung für neuen Museumseingang im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Neue Kasse: Die Visualisierung zeigt die Rückseite des Gebäudes mit einem überdachten Steg entlang des Mäckingerbaches.<br>Foto: LWL

Neue Kasse: Die Visualisierung zeigt die Rückseite des Gebäudes mit einem überdachten Steg entlang des Mäckingerbaches.
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Hagen (lwl). Das Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Hagen bekommt ein neues Eingangsgebäude. Den Grundstein dafür haben am Dienstag (4.5.) Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer und LWL-Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann gelegt.

In Zukunft betreten die Besucher das Museum direkt am Parkplatz. Das neue Eingangsgebäude bietet Raum für den Ticketverkauf, einen Shop, die Haltestelle für die geplante Wegebahn, Schließfächer für Bollerwagen sowie für Fahrrad- und Motorradhelme sowie Toilettenanlagen. Das verglaste eingeschossige Gebäude entsteht entlang des Mäckingerbaches, der die Besucher:innen durch das ganze Museum begleitet.

Die zukünftige Elektrobahn startet direkt am Parkplatz und fährt durch das gesamte Freilichtmuseum. Das erleichtert vielen Besucher:innen die langen Wege im 42 Hektar großen Museum. "Vom Parkplatz bis zum oberen Handwerkerbereich sind es 2,5 Kilometer zu Fuß. Dabei sind 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent überwinden. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesucher:innen und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten", so Rüschoff-Parzinger. "Ab der Saison 2023 können die Besucher:innen direkt am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt."

"Das 'Energiepolitische Konzept des LWL zur nachhaltigen Reduzierung von Verbrauchskosten und der CO2-Emmisionen' wird hier angewendet", sagte Baumann. "So produziert zum Beispiel die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bahn-Betriebsgebäudes umweltfreundlich einen großen Teil des Stroms für die Elektro-Wegebahn."

Die Vertreter von LWL und Stadt haben in das Fundament des Eingangsgebäudes eine "Zeitkapsel" eingemauert. Sie ist gefüllt mit einer lokalen Tageszeitung, dem Bild des Parkplatzbereichs vor der Bebauung, dem Ausdruck des Baubeschlusses, einem aktuellen Museumsflyer, mit einigen gedruckten und digitalen Architektur- und Bauzeichnungen sowie der Jahresmedaille 2021 des Museums.

Architektur
Das flache eingeschossige Gebäude positioniert sich entlang des Mäckingerbaches an der nördlichen Seite des Museumsparkplatzes. Die Außenhaut aus silbrig verzinktem Metall weist auf die musealen Zusammenhänge hin. Besucherinner:innen können das Gebäude vom Parkplatz her barrierefrei über eine Rampe oder eine Stufenanlage betreten. Der Bau besteht aus zwei Gebäudeteilen, die mittig ein heller überdachter Durchgang trennt.

Das Betriebsgebäude der Wegebahn hat ebenfalls eine überdachte Außenfläche für die verschiedenen Funktionen, wie Bahnbetrieb mit Technik- und Lagerräumen, Schließfächer für Kinderbollerwagen und Fahrrad- oder Motorradhelme sowie Toiletten. An der Außenwand befinden sich für die Besucher:innen Nischen mit Sitzflächen an der Bahnhaltestelle.

Der Entwurf verwendet innen wie außen verzinktes Metall und bezieht sich damit auf die inhaltliche Ausrichtung des Museums mit seinen zahlreichen metallverarbeitenden Betrieben Ein dunkles Pultdach bildet einen starken Kontrast zum helleren Metall.

Hintergrund
Das gesamte Projekt wurde nach LWL-Leitlinien energie- und ressourcenschonend geplant, um Verbrauchskosten und CO2-Emissionen gering zu halten. Der LWL hält die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit dem Bauprojekt ein und setzt erneuerbare Energien zum Heizen ein wie zum Beispiel eine Sole-Wasser Wärmepumpe. Alle Räume werden natürlich belichtet und belüftet. Die außenliegende Filterfassade aus schattenspendenden Lamellen dient als sommerlicher Wärmeschutz. Shop, Büro, Lager und Sanitärräume erhalten eine mechanische Zu-und Abluftanlage mit Wärmetauscher-Geräten. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Die Bauarbeiten am Fundament des neuen Eingangs haben begonnen.<br> Foto: LWL

Die Bauarbeiten am Fundament des neuen Eingangs haben begonnen.
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Diese Visualisierung zeigt, wie die Besucher künftig den neuen Eingangsbereich erleben.<br>Foto: LWL

Diese Visualisierung zeigt, wie die Besucher künftig den neuen Eingangsbereich erleben.
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Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann (v.l.), Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer, Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und die Architektin Claudia Deppe bei der Grundsteinlegung.<br>Foto: LWL

Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann (v.l.), Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer, Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und die Architektin Claudia Deppe bei der Grundsteinlegung.
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Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Freilichtmuseum Hagen

Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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