27.04.21 | Kultur Globale Koalition für Artenvielfalt
LWL-Freilichtmuseum Detmold ist als erstes Freilichtmuseum Mitglied geworden
Blütezeit: 200 alte Obstsorten werden im LWL-Freilichtmuseum Detmold angebaut.
Foto: LWL
Das Artensterben bedroht unser Ökosystem, sowohl viele Tier- als auch Pflanzenarten sind in Gefahr. Wissenschaftler schätzen, dass etwa eine Million Arten unmittelbar vom Aussterben bedroht sind. Bei der 15. Vertragsstaatenkonferenz des UN-Abkommens zum Erhalt der Artenvielfalt CBD, die in diesem Oktober stattfinden soll, werden unter anderem neue Biodiversitätsziele beschlossen. Um diesem Anliegen Gewicht zu verleihen, hat der Kommissar für Umwelt der Europäische Kommission, Virginijus SinkeviÄ�ius, 2020 die globale Koalition #UnitedforBiodiversity ins Leben gerufen und Nationalparks, Forschungszentren, Wissenschafts- und Naturkundemuseen, Botanische Gärten, Zoos und Aquarien zur Beteiligung aufgerufen.
Ob die Einrichtung eines eigenen Bienenzentrums, ein Projekt zur Erhaltung alter Pflanzensorten oder Führungen, Veranstaltungen und Workshops, auf vielen verschiedenen Ebenen setzt sich das LWL-Freilichtmuseum Detmold für die Artenvielfalt ein. Die unterschiedlichen Themen sollen nun noch einmal in einer Reihe gebündelt werden, die jeden Freitag in den sozialen Netzwerken verschiedene Aspekte der Biodiversität aufgreift und praktische Tipps gibt, was man zu Hause im eigenen Garten für die Artenvielfalt tun kann.
Los geht es am Freitag (30.4.) mit den Obstbäumen, die zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten haben, aber gerade jetzt zur Blütezeit ein besonderes Erlebnis sind. "Die Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen, Obstbäume liefern auch Nahrung für viele Insekten. Das Fallobst im Herbst wird von Schmetterlingen, Vögeln und Säugetieren genutzt, in den Baumhöhlen von alten Obstbäumen können Steinkauz, Fledermaus und Siebenschläfer eine Wohnung finden", erklärt die LWL-Landschaftsökologin Agnes Sternschulte. Und ergänzt: "Vom Menschen nicht so gern gesehen, aber ökologisch wertvoll sind auch die vielen Insekten wie Blattläuse, Apfelwickler, Apfelblütenstecher und Co, die wiederum wertvolle Nahrung für die Vögel sind und Florfliegen, Ameisen, Springspinnen, Raubwanzen und Marienkäfer anlocken." Mit einem Obstbaum im Garten oder einer Pflanzenpatenschaft in einem regionalen Projekt könne man also schon einiges zur Vielfalt beitragen. Die Museumsbeiträge sind auf Facebook und Instagram zu finden.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ruth Lakenbrink, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung