19.03.21 | Kultur Ab sofort wieder geöffnet
LWL-Museum in der Kaiserpfalz präsentiert neue Funde
Fundstücke aus dem Gräberfeld in Ense-Bremen (6. Jh.) können Besucher ab sofort im LWL-Museum in der Kaiserpfalz sehen. In der Mitte eine Bergkristallkugel mit Messer. Beide Stücke sind zusammenkorrodiert und gehörten zu einem Gehänge, das die Verstorbene am Gürtel trug.
Foto: LWL/ S. Brentführer
Zu den neuen Ausstellungsstücken im LWL-Museum in der Kaiserpfalz zählen prachtvoll verzierte und vergoldete Bügelfibeln sowie eine Bergkristallkugel aus dem byzantinischen Reich, verbunden mit einem Messer. Sie sprechen für den hohen Wohlstand der um 550 verstorbenen Frau. Eine aufwendig gefertigte Kette aus Glasperlen und zwei Almandinscheibenfibeln gehörten ebenfalls zum Grabinventar. Almandine sind Halbedelsteine, die im frühen Mittelalter aus dem Orient nach Europa kamen. Die Stücke erzählen einiges über das Leben der Menschen im Mittelalter.
Darüber hinaus stellt das LWL-Museum in der Kaiserpfalz aktuell ein Lego-Modell des Paderborner Doms aus. Im Auftrag des Metropolitankapitels haben sieben Jugendliche mit der Stop-Motion-Technik einen Film erstellt, der die Geschichte über den Bau des Paderborner Doms nacherzählt. Der Kurzfilm kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.hundbrax.de/dom.
Zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit von eventuellen Infektionsketten werden die Kontaktdaten der Museumsgäste erfasst. Das LWL-Museum reagiert damit auf die steigenden Inzidenzwerte der Corona-Infektionen im Kreis Paderborn.
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de
https://de-de.facebook.com/museuminderkaiserpfalz/
https://www.instagram.com/lwl_kaiserpfalzmuseum/
Die beiden fast identischen Bügelfibeln lagen im Frauengrab in Ense-Bremen, wohl im Beckenbereich der Verstorbenen. Sie könnten auf einem breiten Leibgurt befestigt gewesen sein. Möglicherweise hatten sie im Gegensatz zu anderen Fibeln gar keine praktische, sondern rein zierende Funktion.
Foto: LWL/ S. Brentführer
Ein Lego-Modell vom Paderborner Dom zeigt das LWL-Museum in der Kaiserpfalz aktuell in seiner Dauerausstellung.
Foto: LWL/ M. Kroker
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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