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Einblicke in die Chronik des LWL

Mehr als 130 Jahre Dienstleister für die Menschen in Westfalen-Lippe

Erfahren Sie hier mehr über die Geschehnisse und zeitlichen Eckdaten aus LWL seit der Gründung des Provenzialverbandes im Jahr 1886 bis heute.


2021/2022

Geplante Wiedereröffnung des LWL-Preußenmuseums


In Minden startet das LWL-Preußenmuseum mit der innovativen Dauerausstellung „Potzblitz Preußen!“.

Foto: Das Vorläufige Logo mit Slogan (LWL-Preußenmuseum).

2020

Bundesteilhabegesetz und Frühförderung


Das neue Bundesteilhabegesetz stärkt die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Der LWL bekommt neue Aufgaben wie die Frühförderung von Kindern mit Behinderungen.

Foto: Ziel der Frühförderung ist es, dass Kinder mit einer (drohenden) Behinderung möglichst früh Nachteile ausgleichen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können (LWL/Haslauer).

2018

Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals


Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica im Kreis
Minden-Lübbecke ist nach vier Jahren Sanierung wieder zugänglich, samt einem neuen Restaurant und Besucherzentrum.

Foto: Das sanierte Denkmal ehrt den namensgebenden ersten deutschen Kaiser (LWL/Haslauer).

2014

Wiedereröffnung LWL-Museum für Kunst und Kultur


Nach fünfjähriger Bauphase wird das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster neu eröffnet, mit einer hochmodernen Architektur und neuen Ausstellungen.

Foto: Der Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur (LWL/Richters).

2008

Soziales Entschädigungsrecht


Das LWL-Versorgungsamt Westfalen, heute das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht, übernimmt als zentrale Einrichtung sämtliche Aufgaben des sozialen Entschädigungsrechts in Westfalen-Lippe.

Foto: Das LWL-Amt hilft u. a. Opfern von Gewalttaten (LWL/Wieland).

2006

Neue Trägerschaft psychiatrischer Kliniken


Im Maßregelvollzug hat sich die Patientenzahl seit Mitte der 1990er-Jahre verdoppelt. Der LWL übernimmt als Träger eine neue forensisch-psychiatrische Klinik in Dortmund, fünf Jahre später eine weitere in Herne.

Foto: Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne wurde auf einem ehemaligen Zechengelände im Stadtteil Wanne gebaut (LWL/Wieland).

2001

Straßenbauabteilung


Die Straßenbauabteilung des LWL wird in die Landesbehörde Straßen.NRW umgewandelt und sorgt nun dort für Autobahnen, Bundes- und Landstraßen.

Foto: Die Demonstrationen wie hier 1999 waren vergeblich: Der LWL musste den Straßenbau abgeben (LWL).

1996

Neu gegründete LWL-Wohnverbünde


Menschen mit Behinderungen werden in den neu gegründeten LWL-Wohnverbünden und LWL-Pflegezentren gemeindenah und umfassend versorgt.

Foto: Apartmentanlage des LWL-Wohnverbunds Münster (LWL).

1995

Schulische Inklusion


Die schulische Inklusion rückt in den Vordergrund, Kinder mit Behinderungen können nun auch Regelschulen besuchen. Dabei werden sie von den LWL-Förderschulen unterstützt.

Foto: Der LWL denkt Inklusion vom Kind aus (LWL/Wieland).

1991

Neue Aufgaben des LWL-Landesjugendamtes


Das LWL-Landesjugendamt übernimmt neue Aufgaben. Schwerpunkte sind Beratung, Förderung und Fortbildung der Jugendämter der Städte und Kreise sowie der freien Träger der Jugendhilfe.

Foto: Fortbildung des LWL-Landesjugendamtes Westfalen (LWL/Wieland).

1983

Eröffnung Therapiezentrum in Marsberg


Therapie und Sicherheit: Dafür stehen die Fachkliniken für Forensische Psychiatrie. Das Therapiezentrum in Marsberg ging 1983 in Betrieb.

Foto: Blick auf das LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Marsberg (LWL/Arendt).

1979

Eröffnung der Industriemuseen


Der Strukturwandel, der in den 1960er-Jahren begann, sorgt für ein Zechen- und Schwerindustriesterben in Nordrhein-Westfalen. Um die Geschichte zu bewahren, gründet der LWL das erste Museum für Industriekultur in Deutschland.

Foto: Förderturm der Zeche Zollern (LWL).

1975

Die Psychiatrie-Enquete


Die Psychiatrie-Enquete verbessert auch die Situation für die Menschen in den LWL-Kliniken. Mehr Personal sorgt für eine umfassendere Behandlung, die Zahl der stationären Betten wird in den Folgejahren stark abgebaut.

Foto: Bettensaal in einem alten Klinikgebäude der LWL-Klinik Lengerich um 1975 (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1974

Änderung der Fürsorgegesetze


Bei ihrer Gründung half die LWL-Hauptfürsorgestelle nur Kriegsbeschädigten auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben. Seit der Änderung der Fürsorgegesetze setzt sie sich für alle Menschen mit einer Behinderung ein.

Foto: Eine im Zweiten Weltkrieg erblindete Frau mit Kriegsverletzungen in der Umschulung zur Maschinenschreiberin (LWL/LWL-Medienzentrum).

1973

Eröffnung Freilichtmuseum Hagen


Im Fokus des Freilichtmuseums Hagen, das auf einem etwa 42 Hektar großen Gelände eröffnet wird, stehen die Technik und das Handwerk.

Foto: Die Fachwerkhäuser im Freilichtmuseum Hagen (LWL).

1971

Eröffnung Freilichtmuseum Detmold


Das Freilichtmuseum Detmold wird eröffnet. Es ist eines der großen volkskundlichen und kulturgeschichtlichen Freilichtmuseen in Europa, das eine historische Kulturlandschaft mit Haus- und Siedlungsformen der Region zeigt.

Foto: Lippischer Meierhof in den 1970er-Jahre (LWL).

1966

Trägerschaft der Sonderschulen


Die Schulpflicht für einen Großteil der Kinder mit Behinderungen wird eingeführt, auch wenn es in Westfalen schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schulen für gehörlose und für blinde Kinder gibt. Der LWL übernimmt die Trägerschaft aller überregionalen Sonderschulen.

Foto: Kinder der Blindenschule in Warstein lernen in den 1950er-Jahren die Brailleschrift (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1954

Verbesserte Behandlung von psychischen Krankheiten


In den Kliniken des LWL werden zum ersten Mal Psychopharmaka eingesetzt, die die Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten verbessern sollen.

Foto: Symbolbild mit Medikamenten (dpa/Wiedl).

1953

Gründung des LWL


Die Landschaftsverbandsordnung tritt in Kraft, der LWL wird gegründet. Er übernimmt Aufgaben wie Soziales, Gesundheitsangelegenheiten und Jugendhilfe, Straßenwesen, landschaftliche Kulturpflege, Landes- und Landschaftspflege sowie Kommunalwirtschaft.

Foto: Das LWL-Landeshaus 1961 (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1946 –1952

Gründung Nordrhein-Westfalens


Nach Kriegsende werden die Provinzen des Landes Preußen aufgelöst und das Bundesland Nordrhein-Westfalen gegründet. Landeshauptmann (früher für LWL-Direktor) Dr. Bernhard Salzmann setzt sich für den Erhalt der Selbstverwaltung in Westfalen ein.
 

Foto: Der erste LWL-Direktor Dr. Bernhard Salzmann (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1933 –1945

Der Verband im Nationalsozialismus


Die Nationalsozialisten fügen den Verband in ihre Strukturen ein und richten vor allem die Jugendhilfe, Fürsorgeerziehung und psychiatrische Versorgung nach sogenannten rassenhygienischen Grundsätzen aus. Mehr als 3.500 Patientinnen und Patienten der Provinzialheilanstalten werden zwangssterilisiert, fast 6.000 ermordet.

Foto: Im Zeichen der NS-Zeit: Eröffnung des 79. Provinziallandtags im April 1933 im historischen Plenarsaal (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1918 –1933

Neue Aufgaben in der Weimarer Republik


In der Weimarer Republik bekommt der Verband neue Aufgaben wie die Versorgung der Kriegsverletzten und -hinterbliebenen und mit dem Landesjugendamt die Jugendwohlfahrtspflege.

Foto: Das Bild zeigt das von 1897 bis 1901 erbaute Landeshaus der Provinz Westfalen in Münster vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

1886

Gründung des Provinzialverbandes


Gründung des Provinzialverbandes Westfalen als Kommunalverband, der kulturelle, wirtschaftliche und soziale Aufgaben vom preußischen Staat übernimmt.

Foto: Das Bild zeigt den Provinzialausschuss um 1905 (LWL/LWL-Medienzentrum für Westfalen).

Der Vorgänger des LWL – der Provinzialverband Westfalen – wurde zwar erst im Jahr 1886 gegründet, seine Geschichte begann aber schon einige Jahrzehnte zuvor. Nachdem das Kaiserreich Napoleons 1815 endgültig besiegt worden war, gaben auf dem Wiener Kongress Delegierte aus rund 200 Staaten, Herrschaften und Städten der Landkarte Europas ein völlig neues Aussehen. Die Französische Revolution und ihre Folgen hatten den Kontinent durcheinandergewürfelt, nun erhielt er eine neue Struktur. Preußen war einer der Gewinner, mit einem stark vergrößerten Gebiet. Nach dem Kongress entstanden innerhalb seiner neuen Grenzen zehn Provinzen – darunter Westfalen mit der Hauptstadt Münster. 1823 wurden die Provinziallandtage eingerichtet, die Preußens Gesetze mitschreiben sollten – die lange Geschichte des
LWL hat hier ihren Ausgangspunkt.