check-circle Created with Sketch.

LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein bieten Unterbringung für rund 80 Ukraine-Flüchtlinge an

Hunderttausende Menschen haben die Ukraine verlassen. Kriegsflüchtlinge suchen auch in Deutschland Schutz. Die LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt bieten in Zusammenarbeit mit dem Kreis Soest und der Stadt Lippstadt für etwa 80 Menschen Unterkünfte an, wie Ottmar Köck, Kaufmännischer Direktor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, erläutert.

Herr Köck, warum wollen sie Geflüchtete aufnehmen?

Ottmar Köck: Wir haben Platz und stellen ihn gerne für diesen Zweck zur Verfügung. Ich habe dazu die entsprechenden Stellen im Kreis Soest informiert. Auf unserem Gelände in der LWL-Klinik Lippstadt leben zum Beispiel auch noch Geflüchtete aus dem Nahen Osten, für die wir vor einigen Jahren Wohnraum zur Verfügung gestellt haben. Wir haben also schon Erfahrungen gesammelt und festgestellt, dass das Nebeneinander auf unserem großen Klinikgelände gut funktioniert. 

Mit wem stehen Sie dazu jetzt in Kontakt?

Mit der Stadt Lippstadt und dem Kreis Soest. Die Behörden haben sich die Räumlichkeiten bei uns angesehen und für geeignet befunden. Wir könnten also sofort mit einer Aufnahme starten. 

Wissen Sie schon, ob und wann Geflüchtete zu Ihnen kommen?

Nein, noch nicht. Das kann morgen oder in zwei Wochen sein. Wir haben zum Beispiel jetzt auch eine Anfrage von ukrainischen Vereinen erhalten, die für Menschen mit Behinderungen und den Betreuenden Platz suchen. Im Moment ist alles noch in der Schwebe.

Wo genau würden die Geflüchteten dann wohnen können?

In einem Gebäude des LWL-Pflegezentrums Lippstadt, das seit vergangenem November leer steht, haben wir die Möglichkeit, längerfristig 50 Plätze zur Verfügung zu stellen. Dazu kommen weitere 18 bzw. 15 Plätze in Gebäuden am Standort Benninghausen und Warstein. Insgesamt stehen also 83 Plätze zur Verfügung. Dank der schnellen Hilfe von Mitarbeitenden konnten wir die Gebäude entsprechend herrichten. Einige Betten können wir auch noch beisteuern, die weitere Ausstattung und Betreuung stellt dann die Stadt.

In einem leerstehenden Gebäude des LWL-Pflegezentrums Lippstadt können Geflüchtete aufgenommen werden. Foto: LWL